Liebe auf den ersten Blick – so ungefähr hat es sich angefühlt, als wir zum ersten Mal von der Methode Meo erfuhren.

Kinderaugen zum Strahlen bringen und dabei die Bindung zum Kind aufbauen und sich selbst dabei noch gut, dankbar und sinnstiftend fühlen?

Das alles und noch mehr erreicht man durch die überraschende, doch einfache Methode Marte Meo, die man schon in der frühkindlichen Entwicklung einsetzen kann.

Wir haben Diplom Pädagogin und Ergotherapeutin Edina Weth-Weil aus Wetterau (Hessen) gebeten, uns die wichtigsten Punkte rund um die Methode – nein, Lebenseinstellung – zusammenzufassen.

Edina arbeitet am meisten mit Kindern und Fachkräften in der Betreuung von Kindern im Alter von 1,5 -10 Jahren.

EdinaWeth-Weil_StarkInsNeue-Kitagipfel2022

Stark ins Neue: Hat die Methode sich auf dich ausgewirkt?

 
 
Durch die Veränderung der eigenen Haltung und das Aneignen der Marte Meo Methode können Kinder schon von klein auf darin unterstützt werden selbstbewusste, neugierige und motivierte Persönlichkeiten zu werden. Das miteinander Lachen, weil es verbindet und stärkt, ist mehr in den Fokus gerückt. Ebenso das "Groß-machen" der guten Dinge, die im Alltag passieren. Es trägt zu einer viel entspannteren und offeneren Stimmung bei, die allen Beteiligten gut tut. Und sind wir ehrlich - in solchen Situationen lernen wir alle doch am besten, nämlich über uns selbst, das Leben und unsere soziale Umwelt.


Stark ins Neue: Was ist mit den Einrichtungen?

Edina: Einrichtungsmitarbeiter*innen, die sich die Marte Meo Methode aneignen, können im Alltag z.B.
  • schnellere und bessere Bindung zu den Kindern aufbauen (besonders bei der
    Eingewöhnung)
  • erkennen schneller und besser was jedes Kind individuell an sozial-emotionaler Unterstützung benötigt
  • erden durch ihr eigenes Handeln mehr motiviert und erleben mehr Freude und stärkende Momente

Für Eltern gilt im Grunde das Gleiche: Arbeitet eine Einrichtung mit Marte Meo, werden Eltern viel darüber erfahren und können es ebenfalls zu Hause anwenden.

Die Einrichtung kann dadurch für mehr Transparenz in ihrer Arbeit sorgen und auch Elterngespräche erfreulich gestalten.

Eine Studie aus Dublin hat gezeigt, dass Einrichtungen, die mit der Marte Meo Methode arbeiten, eine entspanntere Atmosphäre haben – entspanntere Kinder, entspanntere Mitarbeiter.
Ebenso werden die Mitarbeiter weniger krank.
 
Wieso? Der Grund ist simpel und komplex zugleich:
 
Einrichtungen, die mit der Marte Meo-Methode arbeiten, zeigen durch Videoanalyse den Mitarbeitern regelmäßig in ganz konkreten Video-Momenten wie wertvoll und wichtig ihre tägliche Arbeit ist!
 
Dieses Bewusstsein motiviert, ist sinnstiftend, gibt positive Energie und ist dadurch stärkend für das Immunsystem.

Stark ins Neue: Wie schwer ist es denn, die Ausbildung in den eigenen Alltag zu integrieren?

Edina: Man merkt in der Grundausbildung (Marte Meo Practitioner) an einigen Stellen, dass man selbst unter ganz anderen Bedingungen groß geworden ist.

Zum Beispiel das Thema “Gemeinsam mit Kindern spielen” zeigt eine starke Differenz zu dem, was ich dachte, wie man “richtig spielt” und zu dem, was wirklich förderlich ist.

Die ersten Wochen lief die Umsetzung eher kopflastig ab, jetzt ist es in Fleisch und Blut übergegangen und für mich nicht mehr anders denkbar.

Ich sage immer am ersten Tag der Weiterbildung “Heute reden wir noch von der Methode, aber ihr werdet sehen, am Ende (ca. 6 Monate später) ist es eine innere Haltung von euch geworden.”

Und so ist es auch. Schon am zweiten oder dritten Termin kommen die TeilnehmerInnen mit tollen Geschichten aus ihrem beruflichen (und auch privaten) Alltag und lassen uns stolz an ihren Beobachtungen und Neubewertungen teil haben.
Grundsätzlich macht die Anwendung vom ersten Moment an Spaß und man erkennt zeitnah eine Veränderung in seiner Umwelt.

Man gewinnt sehr schnell neue Erkenntnisse und staunt, wie leicht es sein kann ein stimmungsvolles Umfeld zu schaffen.

Durch die Veränderung der eigenen Haltung und das Aneignen der Marte Meo Methode werden Kinder schon von klein auf darin unterstützt, selbstbewusste, neugierige und motivierte Persönlichkeiten zu werden.

Das miteinander Lachen, weil es verbindet und stärkt, ist mehr in den Fokus gerückt.
Ebenso das “Groß-machen” der guten Dinge, die im Alltag passieren.

Es trägt zu einer viel entspannteren und offeneren Stimmung bei, die allen Beteiligten gut tut. Und sind wir ehrlich – in solchen Situationen lernen wir alle doch am besten, nämlich über uns selbst, das Leben und unsere soziale Umwelt.