Let’s talk about: Gefühle!

Let’s talk about: Gefühle!

Let`s talk about: Gefühle!

Bild mit Mann Kind Frau die eine Straße entlang gehen - zum Thema Gefühle_LetsTalk_KathrinNeuner_Blog_StarkInsNeue

In den kommenden Wochen werden wir uns hier, auf YouTube und im Podcast intensiv mit einem der wichtigsten Themen für ein zufriedenes, ausgeglichenes und im Endeffekt auch glückliches Leben auseinandersetzen: mit unseren Gefühlen, yeah!

Wenn du jetzt keine Zeit hast, aber neugierig bist, dann abboniere doch gleich unseren Newsletter.

Ich persönlich habe in meiner Kindheit leider nicht wirklich gelernt, über meine Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen. Vielleicht ist es mir deshalb jetzt so ein großes Anliegen, dass ich den Kindern, mit denen ich arbeite, genau das mitgebe: ihre Gefühle und in weiterer Folge auch ihre Bedürfnisse zu spüren und sie zu benennen – das ist sooo wichtig!

Wer ich überhaupt bin? Kathrin, Sozialpädagogin und … ah, schau doch einfach mal kurz hier: auf mein Profil.

Was Du in diesem Blogpost erfährst:

  • Was Gefühle mit unseren Mustern auch als Erwachsene zu tun haben.
  • Wie man üben kann, seine Gefühle besser zu verstehen.
  • Wie Kinder Gefühle wahrnehmen.
  • Wie du dein Kind dabei begleiten kannst, seine Gefühle besser kennen zu lernen.

Na dann los!

Warum sind unsere Gefühle eigentlich so wichtig?

Unser komplettes Handeln baut im Grunde genommen auf unseren Gefühlen auf. Was heißt das? Menschen tun Dinge, um auf der einen Seite schlechte Gefühle zu vermeiden oder auf der anderen Seite gute Gefühle zu erleben.

Kennst du das? Du bist bei der Arbeit, alles ist stressig, eigentlich fühlst du dich gerade gar nicht wohl, aber was genau du gerade brauchst kannst du auch nicht sagen? Trotzdem hast du irgendwie das Bedürfnis, etwas gegen das schlechte Gefühl tun zu müssen.

Die Meisten greifen dann zu Süßigkeiten, Kaffee, Zigaretten oder dem Handy und checken ihre sozialen Medien.

All die Handlungen bringen zumindest für eine kurze Zeit ein gutes Gefühl, einen kleinen und kurzfristigen Dopamin-Kick, den unser Gehirn gerade driiingend braucht. Wir sprechen quasi unser Belohnungssystem an.

Aber hält das gute Gefühl auf Dauer an oder brauchst du relativ bald wieder einen neuen Kick, um dich gut zu fühlen?

Mir ist das Muster an mir selbst erst vor Kurzem bewusst geworden. Ich habe einige Zeit in einer Wohngemeinschaft für Kinder gearbeitet, was sehr oft sehr fordernd war. Vor allem waren meine Dienste immer ziemlich lang und es war wenig Zeit für bewusste Pausen.

Mir ist dann schnell aufgefallen, dass sich mein Zuckerkonsum in Form von Süßigkeiten in der Arbeit extrem erhöht hat, was mir gar nicht gefallen hat und was ich meinem Körper auf Dauer auch nicht zumuten wollte.

Obwohl mir das dann bald bewusst war, konnte ich es doch nicht einfach so abstellen.

Der Drang nach einem schnellen guten Gefühl war doch zu groß.

Nachdem es mich irgendwann selbst so genervt hat, habe ich versucht mich bei einem schlechten Gefühl immer zu fragen: „Was brauche ich gerade wirklich?“ Oft ist das vor allem Ruhe und eine bewusste Pause, am besten an der frischen Luft.

Ein paar Mal tief durchatmen, den Stress für einen Moment loslassen und neue Kraft tanken sind so einfache Übungen und können im Alltag Wunder bewirken.

Vielleicht willst du es ja mal ausprobieren?

Aber warum erzähle ich das hier alles?

Unsere Gefühle steuern unser Handeln, das passiert oft total unbewusst und es braucht ein gewisses Training, um zu spüren, was für ein Gefühl gerade vorherrschend ist und vor allem auch welches Bedürfnis dahinter steckt, das gerade erfüllt werden möchte.

Wir alle haben Strategien entwickelt, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen.

Besonders spannend wird das bei Gefühlen wie Wut, Neid oder Trauer.

Alle drei Gefühle werden wir uns in den nächsten Wochen noch genauer anschauen und herausfinden, wie wir gut mit ihnen umgehen können.

Bis dahin würde ich dich dazu ermutigen, deine Gefühle mal wieder ganz bewusst zu spüren, dich vielleicht auch mal zu fragen:

„Was brauche ich gerade wirklich?“

oder „Wie bekomme ich eigentlich gute Gefühle?“,

oder

„Welche Strategien wende ich an?“

In meinem beruflichen Alltag als Schulsozialarbeiterin muss ich oft feststellen, dass viele Kinder ihre Gefühle zwar ganz deutlich spüren, sie aber häufig gar nicht benennen können.

Wann und wie lernen Kinder eigentlich ihre Gefühle zu spüren und zu benennen?

Das fängt schon ganz früh an, eigentlich bereits kurz nach der Geburt. Im Bauch der Mutter haben wir alles, was wir brauchen, es ist warm, es gibt Nahrung, genau dann wenn sie benötigt wird, es ist ruhig und weich.

Wenn das Baby auf die Welt kommt, kann man sich das vorstellen, wie wenn eine Astronaut im Weltall herum fliegt, plötzlich gibt es keine Begrenzung mehr, plötzlich ist es laut und kalt, plötzlich sind die Bedürfnisse nicht mehr genau zur richtigen Zeit befriedigt.

Die Aufgabe der Eltern ist es dann, dem Baby durch Nähe, durch das Halten, durch die Befriedigung seiner oder ihrer Bedürfnisse eine gesunde Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Vom ersten Moment an sprechen wir mit dem Baby, wir reden mit ihm, als ob es uns antworten könnte, zum Beispiel sagen wir: “Oh mein Schatz, hast du Hunger?“, oder: „Da ist aber jemand müde“.

Mit diesen Aussagen fangen wir bereits an, den Kindern ihr inneres Erleben zu erklären.

Indem wir den Kindern immer wieder erklären, was gerade in ihnen vorgehen könnte und was sie gerade beschäftigen könnte, lernen diese ihre Bedürfnisse nach ein paar Jahren im besten Falle selbst zu benennen.

Je sensibler und differenzierter wir Erwachsene mit unseren eigenen Gefühlen umgehen und sie konkret benennen, desto besser werden das auch unsere Kinder lernen.

Unsere Gefühle beeinflussen maßgeblich unser Handeln, ob bewusst oder unterbewusst.

Außerdem sind unsere Gefühle sehr häufig ausschlaggebend für unsere Entscheidungen, wieder entweder bewusst oder unterbewusst.

Deshalb übe dich darin, deine Gefühle zu spüren und deine Handlungen bewusst zu setzten und vor allem hilf deinen Kindern oder den Kindern, mit denen du arbeitest dabei ihre Gefühle zu spüren.

Denn unsere psychische Gesundheit hängt immer mit unseren Gefühlen zusammen und je besser unser Zugang zu ihnen ist, desto gesünder werden wir sein und bleiben.

Ende.

Und jetzt?

Wie fühlst du dich nach diesem Blogpost?

Wenn dir der Beitrag ein gutes Gefühl gegeben hat, dann kann es sein, dass er auch deinen Freunden gefallen wird. Teile ihn mit Menschen, die dir lieb sind.

Und wenn du bald schon mehr zu den anderen Gefühlen, wie Wut, Neid oder Trauer lesen willst, und wie du Kinder mit diesen vermeintlich schlechten Gefühlen, die wir meistens vermeiden, begleiten kannst, dann abboniere jetzt unseren Newsletter.

So erfährst du als erste*r, wenn der Artikel online ist.

Toll, dass du Teil der Bewegung bist, Kinder für das Hier und Jetzt zu stärken.

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